Folge 10: Hightech-Baustoff und Heimat zugleich – Unser Holz!

Shownotes

Seit Mai 2026 ist sie die neue Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat in Baden-Württemberg: Marion Gentges. Zuvor bekleidete die gelernte Juristin sechst Jahre lang das Amt der Justizministerin des Landes, bevor sie nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg das Ressort wechselte. In der zehnten Ausgabe von „Unser Holz“ unterhält sich die gebürtige Schwarzwälderin mit Tine Kiefl ihre Begeisterung für das neue Amt und ihren Blick auf den Wald und den Baustoff Holz.

Shownotes:

Portrait Marion Gentges https://mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unser-haus/die-ministerin

Kinzigbrücke: Holz-Beton-Verbundtragwerk im Schwarzwald https://www.baunetzwissen.de/holz/tipps/news/kinzigbruecke-holz-beton-verbundtragwerk-im-schwarzwald-10357001

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00:00:01: Unser Holz.

00:00:02: Gut fürs Klima, gut für dich!

00:00:06: Der Podcast über die Klimaschützer Wald und Holz.

00:00:11: Herzlich willkommen zur zehnten Folge unseres Podcasts.

00:00:14: Unser Holz, gut fürs Klimagut für Dich.

00:00:17: Indem es auch heute um's Bauen mit Holz geht.

00:00:20: Mein Name ist Tina Kiefel und mein heutiger Gast ist die neue Ministerin für ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat in Baden-Württemberg.

00:00:28: Herzig Willkommen Marian Gendkes.

00:00:30: Freue mich dazu sein.

00:00:32: Sehr geehrte Frau Ministerin, Sie sind von Haus aus Juristin, waren in der letzten Legislatur Justizministerin des Landes und sind seit Mai diesen Jahres die neue Ministerin für ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat.

00:00:46: Und somit auch für den Wald in Baden-Württemberg zuständig!

00:00:50: Ich freue mich sehr dass sie sich die Zeit nehmen um mit uns diesen Podcast über Waldholz.

00:00:58: Sie sind in einem kleinen Dorf im Schwarzwald aufgewachsen und ich erfahren habe.

00:01:02: Und da ist der Wald naturgemäß nicht fern.

00:01:05: Erinnern sie sich daran, wann sie den Wald das erste Mal so für sich entdeckt haben?

00:01:10: So ganz bewusst als Kind oder als Heranwachsende oder wie auch immer.

00:01:14: Wir waren auch als Kinder viel im Wald.

00:01:16: Mein Papa ist Jäger.

00:01:18: Der hat uns regelmäßig mit in Wald genommen.

00:01:21: Im Grunde wenn er abends durchs Revier gefahren ist oder dann im Herbst zum Pilze suchen.

00:01:26: Wald war immer da.

00:01:29: Ich kann es gar nicht festmachen, so an einem Punkt wo der auf einmal da war, sondern den gab's schon immer.

00:01:34: Aber das war kein unangenehmer Pflichttermin in den Wald zu gehen?

00:01:38: Nein.

00:01:39: Also das war immer schön, wir haben das immer sehr genossen.

00:01:42: Es war auch immer Familienzeit.

00:01:43: meine Eltern haben ... ein kleines mittelständisches Unternehmen geführt und da war dann, wenn man abends oder am Wochenende gemeinsam im Wald ist auch immer Zeit mit den Eltern gemeinsam die einem da viele Dinge gezeigt erklärt haben.

00:01:58: Auch Erfolgserlebnisse, wenn wir selbst mal dann die Pilze gefunden hat.

00:02:05: Wer hat sehr schön immer ruhige Atmosphäre in Erinnerung?

00:02:10: Und wie sieht es heute aus?

00:02:11: was zieht sie heute in dem Wald?

00:02:14: Also der Wald ist Kraftort geblieben.

00:02:17: Wenn ich mich beim Joggen durch den Wald laufe, dann gibt einem das schon mehr an Energie als wenn man auf einem getehrten Weg im offenen Land unterwegs ist.

00:02:31: Also doch auch ein Entspannungskraftort.

00:02:37: Ein Ort wo man gerne isst und es jetzt auch heute so... dienstlich immer mal wieder im Wald zu tun haben darf, erklärt mir meine Smartwatch hinterher.

00:02:48: Dass ich einen leichten Tag mit wenig Stress hatte und da muss ich meiner Uhr sogar erklären dass ich in Wahrheit gearbeitet habe.

00:02:54: Ja sehr schön!

00:02:56: Wenn man vom Wald spricht dann tauchen wahrscheinlich nicht bei jedem dieselben Bilder auf je nachdem in welcher Region man aufgewachsen ist.

00:03:04: Wie ist es bei Ihnen?

00:03:05: denken Sie bei Wald automatisch ein großes Schwarzwald tannen oder auch an ganz andere Wälder?

00:03:12: Nein, ich denke glaube schon an die typischen Wälder im Schwarzwald durchaus nicht nur Nadelgehölze auch durchmischt.

00:03:21: Woran ich immer denke als Kind wurden wir immer angehalten von Ginsterbischen fern zu bleiben und da wurde uns erklärt das sind Zeckenstädte die wohnen da und also man sollte jetzt so ins Unterholz rein um dann möglichst wenig Zecken mit nach Hause zu bringen.

00:03:37: deshalb hat er auch unter Holz immer eine große Rolle gespielt.

00:03:40: Man tue ich als Kind toll, weil man sich da viel besser verstecken konnte.

00:03:44: Ist es dann auch bis heute so ihr Lieblingswald geblieben?

00:03:46: Der Nadelwald?

00:03:47: oder sagen Sie nö das.

00:03:49: im Laufe meines Lebens gab's auch ganz andere Wälder die ich früher wirklich gar nicht kannte.

00:03:53: also mir ging's zu ehrlich gesagt in den Oberschwaben aufgewachsen.

00:03:56: und als ich dann im Studium so auf die Alp kamen und die ganzen Buchenwäldern Eigentlich, was ich auch neu entdeckt habe fand ich das schon sehr faszinierend.

00:04:06: Ich bin glaube ich inzwischen großer Fan von gemischten Wäldern mit Unterwuchs also wo der Boden nicht frei ist aber ich mag auch ein bisschen meinem Wahlkreis geschuldet die Au-Wälder im Taubergesen sehr gerne.

00:04:23: Ja der Schwarzwald hat im Laufe seiner Geschichte wie kaum ein anderer doch immer wieder sein Gesicht verändert Also sei es durch den Abbau von Silber, schon im frühen Mittelalter oder später.

00:04:34: Durch die Glasbläserei und die Beweidung dem Holzwinger der wachsenden Bevölkerung.

00:04:39: Und so war das im Schwarzhalt immer auch ein Auf-und-Abb zwischen Nutzung oder auch mal Übernutzungen oder wieder Aufforstungen.

00:04:47: Auch heute sind wir hier mittendrin in einer ganz großen Veränderung, die natürlich nicht nur um Schwarzwald stattfindet.

00:04:54: Wie erleben Sie als zuständige Ministerin?

00:04:58: den Wald mit Blick auf den Klimawandel trockenschäden Insektenkalamitäten.

00:05:03: Wie wird er sich verändern und wo sehen Sie als zuständige Ministerin Ihren möglichen Einfluss?

00:05:10: Also in der Natur zeigt sich ganz besonderer Weise, dass die Aussage stimmt das nichts so beständig ist wie der Wandel.

00:05:20: Und wir erleben jetzt, dass sie unser Klima schon sehr schnell verändert.

00:05:26: die Trockenheit und Hitze der letzten Wochen, das ist ja kein einmaliges Ereignis.

00:05:34: Es ist kein bedauerlicher Einzelfall, sondern es ist was wo wir uns darauf einstellen müssen.

00:05:41: Und ich schaue jetzt schon noch bewusster als vor der Amtsübernahme in unsere Wälder und man sieht im Moment auch wie sie leiden.

00:05:53: Man sieht Buchen die schon jetzt Mitte Juli braun und trocken sind.

00:06:01: Und wir erkennen sehr deutlich die Notwendigkeit, auch durch aktive Waldbewirtschaftung unsere Wälder umzubauen hin zu klimaresilienteren Wälden.

00:06:15: Was mir dabei wichtig ist wird diesen Umbau nur mit einer aktiven Waldbewertschaftung geben können.

00:06:22: Wer jetzt meint, man müsse einfach die Wälder sich selbst überlassen und auf die Evolution warten?

00:06:29: Der ist auf dem Holz weg weil er außer Acht lässt wie sehr der Mensch schon in der Vergangenheit eingewirkt hat auf Wälden und umgekehrt wie sehr den Menschen auch auf die Wälter angewiesen sind in unterschiedlichsten Facetten.

00:06:44: Und dem muss man Rechnung tragen denn wenn wir nichts tun und einfach warten laufen wir Gefahr, dass das alles viel zu lange geht als dass es für uns Menschen noch funktioniert.

00:06:56: und im Übrigen ist genauso auf dem Holzweg.

00:06:59: Wer meint man könne jetzt eine Käseglocke über Wälder oder Landschaftsflächen stülpen und darunter den Status quo einfrieren?

00:07:08: Dann sei alles gut denn der berücksichtigt nicht, dass sich durch verändertes Klima ganz zwangsläufig auch Wälder, Landschaften bewuchsverändern werden.

00:07:24: Insofern ist jetzt eine Zeit wo wir sehr aktiv an der Umgestaltung unserer Wälden arbeiten müssen.

00:07:31: Ja so wie Sie sagten nichts ist beständiger als der Wandel und trotzdem gibt es auch Dinge die prägen uns seit manchen Gedenken eben gerade das Holz.

00:07:45: Ihr Ministerium trägt ja auch den Begriff Heimat im Namen und da würde mich jetzt ein wenig interessieren, für was steht zum einen dieser Begriff Haimat für Sie?

00:07:57: Und wie sehen sie ihn in Bezug auf unsere jahrhundertealte Holzbautraditionen und Holzbaukultur.

00:08:05: Heimat ist ein sehr vielschichtiger und komplexer Begriff der auch kulturell über die Jahrhunderte geprägt wurde ein Begriff, für den es in anderen Sprachen häufig mehrere Begriffe braucht um das Gleiche auszudrücken.

00:08:24: Ich habe vor einiger Zeit eine sehr schöne Definition gehört die da sagte Heimat ist da wo die Seele zu Hause ist und für mich macht Heimat mit auch unser Wald aus.

00:08:41: wenn ich unterwegs bin fahre.

00:08:46: Da halte ich schon auch mal gerne an, hole tief Luft, rieche den Duft von den Wäldern im Schwarzwald und weiß ich so jetzt bin ich zu Hause.

00:08:56: also das hat schon die Natur die um es umgibt schon auch mit dem Empfinden von Heimat zu tun.

00:09:02: aber genauso die Menschen die da leben, die in meinen Augen auch den wahren Reichtum dieses Landes ausmachen, die hier so viel mehr als an anderen Stellen auch ehrenamtlich engagiert sind, sich einsetzen für andere mehr tun als sie müssten und das nicht für sich allein sondern für die Gemeinschaft.

00:09:23: Das macht auch unser Land aus.

00:09:26: Das ist unheimlich schön!

00:09:28: Und da spielt auch die Verwertung von Holz wenn wir zurückblicken eine große Rolle.

00:09:34: ich war vor kurzem beim Waldholzflößertag in Gängenbach.

00:09:40: Die Flößerei wo dann die großen Tannen und Fichten aus dem Schwarzwald abtransportiert wurden, waren für den Schwarzwalten ein wichtiger Wirtschaftszweig.

00:09:53: Und wurde an anderen Stellen in Europa gebraucht.

00:09:57: Das Straßburger Münster wurde unter Verwendung von Holzen aus dem Schwarzwald errichtet.

00:10:03: Amsterdam und Rotterdam ruhen im Teil auf dem Grund Schwarzwälder, Tannen.

00:10:13: Bei diesem Flößertag ganz spannend war, die Menschen, die den veranstaltet haben, haben in ihrem Engagement dazu beigetragen, dass die Flößerei als Welterbe anerkannt wurde.

00:10:30: So ein bisschen in die Vergangenheit blickend und heute setzen sie sich dafür ein, dass unsere Wälder erhalten bleiben denn die Flöserei hat auch dazu geführt das Grunde der Wälden Schwarzwald überwirtschaftet waren, das im Grunde teilweise auch kahl waren.

00:10:50: und muss ich jetzt dann dafür einsetzen dass das Wälder erhalten bleiben aber auch klimaresilient umgebaut.

00:10:58: Dann ist es diese Tradition sehr schön in die Zukunft getragen

00:11:02: hat sich gewandelt geht in eine Richtung Ich hag noch mal nach, ist für Sie der Schwarzwald der Schwarzwald.

00:11:08: Wenn sie sich vorstellen diese schönen alten Schwarzwalthäuser aus Holz, die wären da nicht mehr.

00:11:15: Also inwieweit spielt auch wirklich dieses Holzbauwerk für Sie im Heimatbegriff mit rein?

00:11:22: Die alten Schwarzwaldhöfe, wo Holz eine ganz wichtige Rolle beim Bau gespielt hat sind was landschaftsprägend sind und was sein, wenn man die Augen zu gehabt hätte und sie aufmacht.

00:11:35: Und man sieht das Haus mal weiß sofort wo man ist, was auch ein bisschen von kultureller Identität sagt.

00:11:43: Was aber und es ist super spannend ja auch sehr auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt ist.

00:11:50: Die Schwarzwaldhöfe haben sehr tief gezogene Dächer.

00:11:53: damit erreicht man dass wenn im Sommer das Sonne hoch steht die Dächer schatten, spenden.

00:12:01: Wenn im Winter die Sonne aber tief steht, fallen sie durch die Fenster ins Haus und treffen auf dunkle Holzwände, die dann von der Sonne erwärmt werden und Mitte zu beitragen, dass es warm in dem Haus drin ist – das ist auch alles sehr, sehr durchdacht!

00:12:17: Und man entdeckt erst so langsam wieder wie viel Wissen in diesen traditionellen alten Holzbauten

00:12:25: steckt.".

00:12:26: Auch der Holzschutz natürlich ist ein ganz anderer, wenn die Fassade geschützt ist.

00:12:30: Und dann geht es ja weiter mit der Hust oder wie es diese im Schwarzwald gibt?

00:12:33: Was ist denn auch ein ausgeklügeltes Heizsystem ... Ja!

00:12:37: Oder auch die Fenster, die im Grunde gar nicht so ganz fest sind und wenn kein Wind geht kann das einmal so bisschen klappern.

00:12:46: Wenn aber Wind gegen das Fenster drückt Dann sind sie auf einmal dicht und haben den Werte Wer mit dem Eigenschaften wie Hoch-Moderne.

00:12:57: Ach was?

00:12:58: Erfenster und das Eier!

00:12:59: Alles mit sehr traditionellen Techniken, aber unheimlich viel Knowhow... Und dieses Know-how wurde in der Vergangenheit natürlich da überwiegend in den Entspannten Holzbauwerken umgesetzt.

00:13:10: Also

00:13:10: auch ein spannendes Thema, mal wieder auf die alte Technik unter anderem zu blicken neben der neuen natürlich ja auch die entstehen.

00:13:17: Super spannend wie übrigens alles was ich jetzt eben im Ministerium auch vertieft anschauen darf und auch auf Wald bezogen.

00:13:28: Da gibt es so viele spannende Dinge und Zusammenhänge die hoch interessant sind jeden Tag noch mehr Lust machen, dann noch tiefer einzutauchen und noch mehr zu wissen um die komplexen Zusammenhänge zu verstehen.

00:13:44: Ich hake jetzt nochmal nach im Schwarzwald.

00:13:45: nicht weil sich das Thema nur auf den Schwarzwald bezüge.

00:13:48: wir haben ja auch hier schon viel über Vorarlberg zum Beispiel gesprochen aber im schwarzwald gibt es ja erstaunlich viele oder was heißt erstaundlich viele?

00:13:57: Es gibt viel Privatwaldbesitz, es gibt eben diese wirklich regionale Verwertung von Holz.

00:14:03: spielt es auch in diesem Heimatbegriff mit rein, dass man einfach sagt okay wir haben das Holz hier vor Ort.

00:14:09: Wir wollen das nutzen und das stiftet vielleicht eine andere Identität der Menschen wenn da auch eine wirtschaftliche gewisse Unabhängigkeit vielleicht sogar da

00:14:17: ist?

00:14:17: Das ist ne ganz andere Bindung.

00:14:19: Ich hab da eine wunderschöne Geschichte erlebt ich zurzeit auch häufig erzähle weil sie auch Ausdruck ist von einem Selbstverständnis mit dem Forst- und Landwirte arbeiten.

00:14:33: Ich war bei einem privaten Waldbesitzer, bei mir in der Region im Schwarzwald zu Gast und wir sind durch sein Wald gegangen.

00:14:41: Und dann hat er den Wald gezeigt und gesagt – der Hof, den ich bewirtschafte mit viel Wald ist seit fünfhundert Jahren unserer Familie.

00:14:52: Glaub nicht dass ich derjenige bin!

00:14:55: der das an die Wand fährt.

00:14:56: Sondern ich will diesen Wald so bewirtschaften, dass er auch für die kommenden Generationen zur Bewirtschaftung zur Verfügung

00:15:04: steht.".

00:15:04: Also es ist ein enormes Verantwortungsbewusstsein des aus dieser Tradition der Beschäftigung mit dem Wald über Generationen hinweg erwächst.

00:15:17: und dieses Verantwortungsbewuß sein prägt den Umgang vieler Waldbewirtschaftler mit ihren Wäldern.

00:15:24: Und dieses Verantwortungsbewusstsein verdient auch vertrauen der Politik.

00:15:29: Ja, und die regionale Nutzung ist natürlich geht dann natürlich auch Hand in Hand wenn man den Besitz hat, den sie ja denke ich auch fördern wollen?

00:15:39: Nein also der private Waldbesitz ist dabei wichtig.

00:15:41: und wichtig ist mir dem Ministerium auch bei allem was da jetzt an Maßnahmen notwendig ist nicht auf Mittel des Ordnungsrechts zu setzen sondern auch Freiwilligkeit und Überzeugung.

00:15:55: Auf das Beispiel, dass wir im Staatsforst geben aber auch eine Beratung die Überzeugungen schafft um dann auch die Privatwaldbesitzer zu motivieren im eigenen Interesse am Erhalt ihrer Wälder entsprechende Umbaumaßnahmen zu ergreifen.

00:16:15: Gibt ja da auch wunderbare Plänterwaldbeispiele im Schwarzwald, die sich schon über Jahrhunderte sehr erfolgreich gestalten und teilen.

00:16:22: Auch da, ich war letzte Woche, es war derselbe Privatwaldbesitzer der man dann erzählt hat er sieht mit großer Freude das jetzt der Schwarzstorch auf seinem Gebiet Heimat gefunden hat und er sagt für ihn ist dieses Ankommen dieses Ansiedeln dieses seltenen Vogels auch ein Beweis dafür dass er im Umgang mit seinen Flächen sein Wald viel richtig gemacht hat.

00:16:50: Das ist schön.

00:16:51: Also dieser Vogel ist für ihn ein Indikator guten Wirtschaftens oder es doch auch was Schönes und Bedingt.

00:16:58: Ja, neben den zeitgemäßen Eigenschaften des Holzes einen klimafreundlicher Hightech-Baustoff des XXI Jahrhunderts zu sein.

00:17:08: Was fasziniert Sie denn persönlich am meisten an diesem Rohstoff?

00:17:12: Also ist es gerade dieses moderne... Diese Möglichkeit, wie kann ich regional da wirken oder was ganz anderes?

00:17:20: Wenn

00:17:20: ich ganz ehrlich sein darf.

00:17:22: Wenn ich in einen Holzverarbeitend Betrieb komme, hole ich erstmal tief Luft weil der Werkstoff ein sehr angenehmen Duft verbreitet ist und andere Werkstoffe nicht Und dann fasse ich den Werkstoff auch gerne gerne an, auch in der Unterschädlichkeit.

00:17:42: Man hat immer das Bedürfnis, man muss es mal in die Hand nehmen und hochheben weil die die Hölzer unterschiedlich schwer sind.

00:17:48: Und ich habe bei verschiedenen Betriebsbesuchen gelernt welche unterschiedliche Eigenschaften Holz hat.

00:17:55: Ich erinnere mich an einen Besuch im Laubholzverarbeitenbetrieb, der mir dann im Grunde vorgeschirmt hat vom Holz der Esche.

00:18:04: Insofern schwierig dass auch dieser Baum Wir sind jetzt zunehmend dann unter Druck geraten ist und vielen Stellen auch verschwunden.

00:18:15: Aber das ist ein Holz, dass gleichzeitig extrem flexibel und stabil.

00:18:23: es in Materialeigenschaften, das kann sonst kaum was!

00:18:27: Und da muss man auch bei einem Kunststoff lang suchen bis man sowas Ähnliches finde... Und Holz kann das.

00:18:35: Da hat sich, sagen wir mal der große Schöpfer einiges überlegt wo wir noch lange nicht als Menschen dran sind es genauso nachbauen zu können.

00:18:44: Das ist auch

00:18:45: wieder eigentlich High-Tech ne?

00:18:46: Ja, jede Verwendung die wir Menschen benötigen haben wir eigentlich das richtige Holz.

00:18:50: Ist

00:18:50: was da was so viel kann, was eigentlich High Tech sein müsste aber so natürlich wie nichts anderes

00:18:59: Und jedes was anders.

00:19:00: Das andere ist sehr haltbar, das andere ist eher tragfähig und das andere sehr flexibel.

00:19:04: Es ist schon hochfaszinierend!

00:19:07: Und wo steht das Holzbauwerk?

00:19:09: Welches sie bisher am meisten beeindruckt hat?

00:19:12: Oh, da sind zu viele verschiedene.

00:19:15: Jetzt ganz aktuell haben wir im Schwarzwald eine Holzverbundbrücke eingeweiht, also Holz und Beton.

00:19:25: Und zwar das längste Holzverbundbrückenbauwerk Deutschlands.

00:19:30: Wo steht es?

00:19:31: Zwischen Haslach- und Fischerbach im Kinsektal.

00:19:34: Ach

00:19:34: okay.

00:19:36: Und die ist ... Also sie kann richtig was!

00:19:38: Man nutzt die positiven Eigenschaften des Holzes und auch des Betons.

00:19:45: Es ist mehr durch die Verwendung des Holzers als des Betongs auch wunderschön.

00:19:50: Interessant, also wenn man einen Ausflug machen will.

00:19:53: Genau kann man eine Straßenbrücke sich angucken weil er hat mal lange überlegt.

00:19:57: natürlich man hat über Jahrhunderte Brücken aus Holz gebaut auch wunderschöne die teilweise ja auch viel viel länger gehalten haben als das moderne Brückenbauwerke manchmal tun.

00:20:09: aber für ein schwerlastverkehr von Straßenverkehr hat man dann doch eher auf Stahlbeton zurückgegriffen und jetzt vereint man das und stellt fest es funktioniert Ganz prima.

00:20:20: Also auch da wird ja von Tag zu Tag klüger, was die Verwendungsmöglichkeiten angeht und das bei einem Werkstoff der nicht nur einfach als Werkstoff etwas kann sondern dabei halt noch CO²-dauerhaft speichert.

00:20:35: also dass es so gut als Kind hat wenn man das Überraschungsein eine Dreidinge auf einmal also Holz kann mindestens drei Dinge auf einmal

00:20:46: Ich würde auch sagen mindestens.

00:20:48: Manchmal denke ich schon, es geht schon so in Richtung Science Fiction.

00:20:50: Es bietet ganz viele Lösungen die wir eigentlich gerade brauchen angefangen beim CO-Zweilspeicher dann diese ganzen unterschiedlichen Ansprüche, die Sie vorhin auch schon erwähnt haben und das jetzt in Kombination mit moderner Technik, die uns dann ja auch nochmal einen ganz anderen Umgang ohne eine ganz andere Mischung und Verbindung und Möglichkeiten aufzeigt wie wir auch in diesem Konzertsatz erfahren mussten.

00:21:11: Und dann

00:21:11: wächst es im Wald?

00:21:13: der ja noch viel, viel mehr Facetten hat und viel mehr Aufgaben erfüllt.

00:21:18: Die Produktion von Sauerstoff die CO-Zweichung haben wir anschauen, aber das Speichern von Wasser, Lebensraum für viele Pflanzen, Tieren wirklich ein Erholungsraum auch im Freizeitort für Menschen und dann eben Lieferant für den wahrscheinlich besten nachwachsenden Rohstoff, den es gibt.

00:21:38: Dem schließe ich mich an!

00:21:39: Also ist eine riesige Herausforderung für uns Menschen eine ganz, ganz tolle Chance dieser Wald als solcher.

00:21:47: Was möchten Sie denn den Förstern und Försterinnen aber auch den Bauherren- und Architektinnen an dieser Stelle zurufen?

00:21:54: Wo wir es gerade haben von dieser allumfassenden Produktionsstätte?

00:21:59: Also denen die den Wald bewirtschaften und das Holz weiterverarbeiten und nutzen?

00:22:03: einfach vielen Dank!

00:22:05: Das ist nämlich auch viel viel Arbeit, es erfordert Vielfachwissen auch körperlichen Einsatz und da habe ich einfach großen Respekt vor und bringe eine große Anerkennung entgegen.

00:22:22: Und ich freue mich über den Mut, den man sieht – auch den Mut in die Vergangenheit zu gucken was man auch jetzt erst sieht wie klug, wie witterungsangepasst historisches Bauen mit Holz war.

00:22:43: Ich glaube, wir dürfen uns da vielleicht noch ein bisschen mehr zutrauen als wir heute schon tun.

00:22:48: Also ich muss ehrlich sagen, ich habe wirklich auch durch diesen Podcast jetzt so viele schöne Beispiele gehört ja von Architekten und die prücken zum Beispiel komplett wieder aus Holz bauen oder im letzten dieses Holzparkhaus.

00:23:00: und also die Möglichkeiten sind glaube ich wirklich immens.

00:23:06: Und was möchten Sie besorgten Bürgern und Bürgerinnen zurufen, die teilweise vielleicht auch Angst davor haben, dass wir jetzt durch vermehrten Holzbau die Existenz unserer Wälder gefährden könnten oder diese Schutzfunktionen, die sie auch schon angesprochen haben – Wasserluft

00:23:21: usw.,

00:23:22: das in Gefahr geraten könnte?

00:23:24: In Wahrheit gilt das Gegenteil.

00:23:27: Gerade wenn wir jetzt zum Umbau von beständigen alte große Fichten ... aus dem Wald entnehmen und man vielleicht auf den ersten Blick, da wird Wald zerstört dann muss man sagen nein ganz im Gegenteil.

00:23:44: Da wird Wald zukunftsfest gemacht.

00:23:48: Da bitte ich auch um Vertrauen für die mit fachlichem Know-how den Umbau der Weiterentwicklung unserer Wälder in die Hand nehmen.

00:23:58: das wird allerdings politisch bedeuten, viele Dinge zu erklären.

00:24:05: Das muss nicht jeder wissen warum es richtig ist jetzt bestimmte forstliche Maßnahmen zu ergreifen.

00:24:13: aber ich glaube man kann das sehr gut erklären und das wollen wir auch tun.

00:24:18: Ja dann kommen wir schon zur Abschlussfrage.

00:24:21: worauf freuen Sie sich denn am meisten wenn sie an ihren nächsten Waldbesuch denken?

00:24:27: Einmal die Augen zu schließen ganz tief Luft zu holen und zu wissen, da bin ich daheim.

00:24:35: Vielen Dank für das Gespräch, vielen Dank für die Einblicke, die Sie uns gegeben haben und für Ihre Zeit.

00:24:40: Schön, dass Sie da waren!

00:24:41: Sehr

00:24:41: gerne, vielen dank.

00:24:43: Bleiben Sie dran – und freuen sie sich auf die nächste Podcast-Folge über die Klimaschützer

00:24:49: Wald &

00:24:50: Holz.

00:24:51: Unser Holz.

00:24:52: Gut fürs Klima,

00:24:53: gut für Dich

00:24:55: Ein Podcast des Ministeriums für ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg.

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